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  Vorraussichtlich ab Juni 2008 wird eine ausführliche Dokumentaion in Buchform veröffentlicht  
  Bei Interesse wenden Sie sich bitte an das Sekretariat der Architektur I E-Mail I Telefon: 0732-7898-242  
  Analyseergebnis (.PDF, Dateigröße: 8,8 MB)  
  analysebroschiere.pdf  
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  Projektergebnisse  
     
 

Ein Platz:
Mehr als nur offene Fläche.
Mehr als nur Steine und Grün.
Mehr als nur Zwischenraum.
Ein Platz als Zentrum.
Ein Platz als Symbol.
Ein Platz als Zeichen einer Wertauffassung.
Ein Platz als Ausdruck einer Weltanschauung.
Ein Platz als Spiegel einer Gesellschaft.


Das Ziel des Projektes ist die Rückführung des Platzes auf seine ursprüngliche Freizügigkeit und Form, unter zu Hilfenahme modernerer Materialien, die diese Großzügigkeit auch widerspiegeln.
Ein weiterer Aspekt ist der Luftschutzbunker, der bislang im Verborgenen, knapp unter der Oberfläche des Hauptplatzes schlummert. Die Sichtbarmachung und Wiederaufarbeitung dieser geschichtsträchtigen Zeit ist ein gewichtiges Anliegen unseres Projekts.
Als fließende Niveauübergänge sollten Sitzstufen dienen, die ebene Plateaus und die Bunkeroberfläche miteinander verbinden und sich zugleich mit der restlichen Platzfläche verschränken. Die gute Nutz- und Bespielbarkeit ist hierbei von Bedeutung. Der Gestaltungsansatz wird durch ein neues Beleuchtungs- und Begrünungskonzept abgerundet.

   
       
     
 

VORder.Stadt

als Reaktion auf ein verkanntes Potential - Chance einer Stadt

Das Projekt basiert auf der Idee, die Stadt Richtung Donau zu öffnen, indem eine direkte
Anbindung der Altstadt an die Donaulände über einen vorgelagerten Transitraum
ermöglicht wird.
Durch eine temporäre Umlegung des Verkehrs werden 6000 qm Verkehrsfläche im Bereich
und unterhalb der Nibelungenbrücke vorübergehend für neue Nutzungen freigelegt.
Diese neugewonnene urbane Fläche wird zum fehlenden Bindeglied zwischen Altstadt
und Donau - die Stadt kann sich zum Strom öffnen.
Die Oberflächengestaltung dieses Raums mittels Zebrastreifen dient der Markierung dieser
Platzflächen und schafft darüber hinaus eine Gleichstellung der Verkehrsteilnehmer.
Die 600 qm unter der Nibelungenbrücke dienen vielfältigen Nutzungen durch Veranstaltungen.
Das beidseitige Öffnen und Schließen durch zum Beispiel Viedeovorhänge definiert diesen
Berreich als zentralen „Innenraum“.
Die bestehende FußgängerInnenunterführung wird um einen Durchgang erweitert und verbindet
so den Hauptplatz mit dem neuen Donaustreifen.
Der Urban Screen zwischen Brückenkopfgebäude und Gleisnerhaus nützt zusätzliches
Potential von „Leerräumen“ entlang der Stadtfront an der Donau und bereichert nächtens als
leutende Werbefläche die Lichtskyline von Linz.
Begleitend kann diese Intervention als städtische Informationswand zur Mitfinanzierung der
VORder.Stadt dienen.

VORder.Stadt bietet die Chance das verkannte Potential des Strassenraumes zu begreifen,
zu okkupieren und mit neuen Nutzungen zu überlagern.

   
       
     
 

FETTblanche

Die Altstadt wird von verschiedenen Bevölkerungsgruppen genutzt, wobei von niemandem nachhaltig Spuren hinterlassen werden die zu Identifikation führen könnten.
Privatheit tritt nicht hinter den denkmalgeschützten Fassaden hervor, die Altstadt bleibt ein starres, museales Konstrukt.
Mit unserem Eingriffen machen wir die Spuren der NutzerInnen sichtbar. Die Wahrnehmung des Raumes und dessen Nutzung sollen dadurch geschärft und eine neue Identität geschaffen werden.
Wir geben einem problematischen Teil der Altstadt die Farbe Weiß. Ähnlich einem weißen Fleck auf der Landkarte ist die Badgasse sagenumwoben aber kaum mit persönlichen Erlebnissen besetzt. Als unbunte Farbe seht Weiß für den Mangel an Leben, Mangel des Gefühls, Leere und Trostlosigkeit (Jacobi), jedoch genauso für Neuanfang, Verständigungs- und Versöhnungsbereitschaft. Weiß, die unbeschriebene, allen Wirkungen offene, in keinen Dienst gestellte Farbe (Heimendahl).

   
       
     
  Die Ansiedlung von Geschäften im Bereich Hofgasse/Badgasse - im derzeitigen Erscheinungsbild - erweist sich aufgrund fehlender atmosphärischen Bedingungen als schwierig.
Ein Lösungsansatz hinsichtlich der hygienischen Situation muss gefunden werden Aufgrund der Auswertung des ausgeteilten Fragebogens, wurden die Brennpunkte bezgl. des Themas Unort festgestellt.
Um diesem Problem entgegenwirken sprechen wir kein Verbot aus, sondern wählen die Offensive als Strategie.
Das Aufstellen der gut einsehbaren Pissoirs rückt die bisher dunklen Ecken ins Licht der Öffentlichkeit.